26. Freienfelser Ritterspiele, 05. Mai 2019

Wenn man sich gar nicht schlüssig ist, ob man wirklich auf einen Markt fahren will und dann morgens etwas Schnee liegt, trägt das nicht wirklich zur positiven Entscheidung bei. Es war kalt und für den Tag eigentlich Sonne angesagt, trotzdem lag gegen 8h eine dünne Schneeschicht am Balkon, die aber nach einer knappen Stunde schon wieder geschmolzen war. Mir taten direkt alle leid, die an diesem Wochenende in den diversen Lagern auf den Märkten die Nächte verbrachten und sicherlich ziemlich frieren mussten. Da es auf dem Westerwald ja meistens noch kühler ist als in der Heimat, wartete ich noch etwas ab, wie sich das Wetter entwickeln würde. Mein Mann versprach, mich ein Stück bis zum Siegerlandflughafen zu begleiten. Ich bin ja nach wie vor kein grosser Freund des Selber-Alleine-Autofahrens, ich hatte Tochterherz aber versprochen, den wunderbaren Markt in Freienfels auch ohne sie zu besuchen. Also musste ich da nun durch. Die Strecke dorthin war ich schon einmal alleine gefahren, daher wusste ich, wo ich parken konnte und wo irgendwelche Schwierigkeiten auf dem Weg lagen. Diese (z.B. die Riesenbaustellen auf der Autobahn) meisterte mein Schatz mit mir und auf der Lipper Höhe stieg er dann auf sein Rennrad und düste wieder in die Heimat. So hatte er auch ein entspanntes Tourchen gefahren. Ich kam gegen Mittag in Weilburg auf dem Park & Ride Parkplatz an, von wo man mit einem Shuttlebus nach Freienfels gebracht wurde. 3€ Parkgebühr inkl. Busfahrt, dafür aber alles sehr entspannt.

Dick in die Gewandung eingepackt im Bus sitzend, steigerte der Blick auf das riesige mit Zelten gefüllte Gelände die Vorfreude. Zum ersten Mal durfte ich ganz offiziell Fotos machen und musste mich daher an der Hauptkasse melden. Die Bilder werden dann hoffentlich bald in der Bildergalerie auf der Homepage der Freienfelser Ritterspiele zu finden sein. Zur Zeit sind sie noch nicht online.

Nach einem Rundgang, bei dem mir auch ein paar Veränderungen zu meinem letzten Besuch 2014 auffielen, wartete ich vor der Marktbühne auf den Auftritt von Pill & Pankratz. Diese Bühne ist nun am Ende der Marktgassen platziert – wesentlich besser als früher auf der Mitte der Gassen, wo die Leute alle hin und her liefen und diejenigen störten, die das Bühnenprogramm sehen wollten. Das Programm war eng getaktet, so dass alle halbe Stunde ein Wechsel auf der Bühne war. So bekam ich noch den Rest des Auftritts von Poeta Magica mit. Die Bühne kam ohne Technik aus. Da ist es manchmal schade, dass sich die Zuschauer lautstark unterhalten und Künstler nicht ihre ganze Aufmerksamkeit schenken. Das hatten alle definitiv verdient. Und die, die zuhörten, kamen auf ihre Kosten. Es gab viel zu lachen bei Pill & Pankratz und sie haben sicherlich wieder viele neue Fans gewonnen. Ich denke da besonders an einen Teenager, der fast die ganze halbe Stunde herzlich gelacht hat und viele mit seinem Lachen angesteckt hat. So muss es sein! Ranunculus oder auch Spectaculatius habe ich nur kurz angeschaut.

Auf der Lagerwiese gab es noch die Speludenbühne, wo Confilius oder auch Vrevel auftraten. Die drei von Vrevel machten richtig Spass! Die sympathischen Reifenberger Härmleins boten dort auch Tänze an, zum Anschauen oder mitmachen, das war natürlich sehr nach meinem Geschmack. Zusätzlich natürlich auf dem Turnierplatz diverse Reitvorführungen, Märchenturnier, Bälgerschlacht und Tjoste. Vieles überschnitt sich leider, man kann ja auch nicht überall gleichzeitg zusehen. So auch die Vorführungen an der Kegelwiese. Kampf-Vorführungen, Kaspertheater, Tänze, Dudelsäcke, Seiltanz…. eine wirklich besondere Mischung. Einige der Künstler traten früher in der Freienfelser Ruine auf, ob dieses Jahr dort Programm stattfand, kann ich gar nicht sagen. Ich bin gar nicht zur Ruine hoch gelaufen, dafür fehlte mir einfach die Zeit. Die Auswahl der Marktstände war sehr vielseitig und es konnten auch diverse Handwerker bei der Arbeit beobachtet werden.

Fazit: Für 15€ Normalen Eintrittspreis (Gewandeten-, Familien-, Schüler und Studentenrabatte gab es zudem) bekommt man reichlich Programm geboten. Absolut sehenswert und bitte viel Zeit mitbringen. Man kann gut den ganzen Tag dort verbringen. Es gab viele Essensstände mit normalen Marktpreisen und auch viele Ecken, wo man gemütlich sitzen konnte. Toll! Ich hatte einen fantastischen Nachmittag!

Eine Vielzahl der Künstler, die an diesem Maiwochenende in Freienfels für Kurzweil sorgten

Mehrere Bühnen, jede Menge Programm, es gab viel zu sehen in Freienfels

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Vierthälermarkt in Bacharach, Sonntag, 12.05.2019

Da nach dem sehr verregneten Samstag für den Muttertag gutes Wetter gemeldet war, machten wir uns zeitig auf den Weg Richtung Mittelrhein. Dort wollten wir uns am Vierthälermarkt mit Tochterherz und ihrem Holden treffen. Das Navi kennt Tausend Wege über den Westerwald Richtung Koblenz und wollte uns scheinbar mal was Neues zeigen…so ging es auf und ab fern der Autobahn (das hatten wir nicht ausgeschlossen und trotzdem kurvte sie kreuz und quer) und fern des Mobilfunknetzes Richtung Fähre Kaub. Dort dauerte es eine weitere Viertelstunde, bis wir dann auf der richtigen Rheinseite kurz vor Bacharach waren. Da hatte ich auch wieder Netz und erfuhr, dass unser Zusammentreffen sich auch von Tochters Seite verspäten würde. Somit trafen wir uns erst kurz nach 12 h vor der Hauptbühne auf dem schönen Marktgelände. Die Spuren des verregneten Samstags waren deutlich auf den matschigen Wiesen zu erkennen, die Sonne schien aber inzwischen wunderbar warm auf die schon reichlich versammelten Menschen vor und auf der Bühne.

Wir schauten uns die schönen Stände an, gönnten uns Suppe und noch warmes Kräuter- und Schoko-Brot. Dazu die beste Apfelschorle, die ich seit langem getrunken habe von einem Winzerstand, sogar sehr preiswert im Liter-Krug mit Tonbechern dazu!

Es gab viel für die Kinder, aber auch das „normale“ Bühnenprogramm war hochwertig. Mit den zwei Pampatuten (oh, das klingt interessant) – sagen wir lieber mit Max und Holger von Pampatut gab es Lachgarantie. Und auch mit Heiter bis Folkig ging eine sehr gute Musiktruppe an den Start! Es gab ab mittags durchweg Programm, mal auf und vor der Hauptbühne, mal neben dem Erzählerzelt, was auch eine schöne Kulisse bot. Besonders viel Leute blieben auch bei Tamburo bant Skaldar mit ihrem lautstarken Getrommel stehen. Es wurde sehr voll zum Nachmittag hin und wir blieben nicht allzu lange dort, da wir uns in Bingen mit Schatz treffen wollten, der den Stromberger Flowtrail genoss. Weiter über Mainz wieder nach Hause, wo wir um 21 h ankamen.

Fazit: 5€ Eintritt für ein buntes Programm. Die Preise für Essen und Getränke waren an einigen Ständen günstig und die Auswahl der Stände gelungen! Der Markt findet nur alle zwei Jahre statt im Wechsel mit dem Spectaculum Oberwesel. Die Parkplatz-Situation kann ich nicht beurteilen, da mein Schatz mich nur dort abgesetzt hat und er dann weiterfuhr.

Bacharach, Vierthälermarkt, 12. Mai 2019

Nebel, Sonnenschein und Piraten im Dortmunder Fredenbaumpark MPS, 01.Mai 2019

Da die vergangene Reise nach Dortmund so wunderbar geklappt hatte, beschloss ich, ein weiteres Mal zum MPS in den Fredenbaumpark zu fahren. Bus war schnell und günstig gefunden. Dieses Mal war die Ankunftszeit aber eine Stunde vor Beginn des Marktes. Nicht weiter schlimm, ging ich doch davon aus, dass wir durch die Baustellen auf der Autobahn vielleicht doch Verspätung haben würden. Weit gefehlt, kamen wir doch sogar 10 Minuten früher an. Die Wetterprognose war toll, 11 Stunden Sonne sollte es geben, zuhause schien die Sonne auch schon angenehm. Jedoch begann kurz vor Hagen der Nebel, der sich dann auch in Dortmund tatsächlich fast bis 14.30 h hielt.

Da es noch recht frisch war durch die fehlende Sonne und ich ausserdem gewandungstechnisch auf wärmere Temperaturen eingestellt war, beschloss ich, die Zeit, die ich nun hatte, zu nutzen und zu Fuss in Richtung Norden zu laufen. Die U41 ist zwar eine sehr gute Verbindung zum Park, ich hätte dann aber sehr lange am Eingang des MPS auf Einlass warten müssen. So lief ich eine gute halbe Stunde vom Busbahnhof entlang einer wunderschönen Pappelallee (ich glaube aber, dass ich auf Pappeln allergisch reagiere), hinter dem Krankenhaus her und ein Stück durch den Park. Ich war die zweite an der Kasse, wo der Kartenverkauf gerade startete. 15€ kostete heute das Tagesticket. Günstiger Tarif, da das Programm nur von 11 bis 19 h war. Es galten die Preise wie an Sonntagen, mit Vergünstigungen für Familien und Senioren. Die restliche Wartezeit verbrachte ich mit einem Rundgang ums Gelände, wo ich zwei Eichhörnchen, einem Falken und vielen freundlichen Menschen begegnete.

Natürlich startete der Tag mit der Morgenmesse, wo doch so manchem die vergangene Walpurgisnacht noch in den Knochen steckte. Besonders Bruder Rectus hatte diverse Erinnerungslücken und vermisste sowohl seinen Hut als auch seine Ketten (beim Bruchenball hatte er wieder ein Kreuz um). Es wurde auch wieder geteert und gefedert, einer zum Ritter geschlagen und uns wurde vom hässlichen Hans sehr anschaulich erklärt, warum man sagt: „der ist weg vom Fenster“. Auch das vom Tod am Samstag eingeforderte Fahnenmeer konnte sich sehen lassen. Veranstalter Gisi verkaufte Fahnen gegen eine Spende für die Claratal Farm in Namibia/Afrika, die dringend Unterstützung benötigt. 400 Fahnen waren bis dahin schon verkauft worden.

Für mich war natürlich der Hauptprogrammpunkt „Ye banished Privateers“ auf der MPS Bühne. Sie hätten optisch auch wunderbar auf die Folkbühne am See gepasst, aber für die 9 Schweden wäre dort die Bühne zu klein gewesen, allerdings das Ambiente einfach super. So war es kein Problem, in der ersten Reihe zu stehen und Fotos zu machen. Auch die Privateers wirkten anfangs etwas müde, fanden aber sehr schnell in ihre Begeisterung und krönten ihren ersten Gig mit neuen Songs. Björn erklärte so manchen Text und die altbekannten Songs wurden mit grossem Einsatz vom Publikum mitgesungen. Es war fantastisch!! Eine Stunde lang spielten sie, bevor sie am Merch für ihre Fans da waren für Fotos, Autogramme und Gespräche! Sie nehmen sich wirklich sehr viel Zeit für alle, die vorbeikommen! Ich habe mich auch getraut, mal zwei Selfies mit ihnen zu machen.

Es blieb kalt, es wurden mehr Lagerfeuer angemacht und spontan noch heisser Kakao verkauft. Als die Sonne dann durch kam, wurde es aber direkt viel wärmer. Im Ganzen war weniger Betrieb als am Samstag, jedoch eine schöne Stimmung! Trotzdem fiel mir auf, dass viele ‚Fressbuden‘ schon mittags belagert waren. Leider überschnitt sich der Tanz der Marktleute mit dem Auftritt der Piraten, daher habe ich dieses Mal auf das Tanzen verzichtet. Auch die Cobblestones konnte ich aus diesem Grund nicht anschauen. Am späteren Nachmittag habe ich mir aber noch die niederländische Gruppe Harmony Glen auf der Festivalbühne angeschaut. Tolle Songs, witzige Show, sehr viel Spielfreude, sympathische Musiker! Einziges Manko war der manchmal sehr hohe Gesang von Nienke, da hätte sie gerne eine Oktave tiefer singen können. Aber das ist meine Empfindung, sie hat die Töne getroffen, es ist halt bei mir eine Geschmackssache.

Ich habe noch einmal beim Ritterturnier geguckt, bleibe aber bei meiner Kritik, dass mich das ganze nicht mitnimmt und begeistert. Es gab aber auch viele zufriedene Besucher. Lieblingsreim des Tages: „Setzt Euch gerade, jetzt kommt die Parade“. Das lasse ich jetzt mal so im Raum stehen….. Das Bruchenball-Turnier habe ich mir auch mal angeschaut, es macht immer wieder Spass. Gut, dass es keine größeren Verletzungen gab.

Der dritte Auftritt der Ye banished Privateers ging dann über 90 Minuten und hat so viel Spass gemacht. Mein neuer Lieblingssong ist „procession on high street“ und ich freue mich schon sehr auf die neue CD, die im Laufe des Jahres erscheinen soll.

Es war noch genügend Zeit, auch den Rückweg wieder zu laufen und trotzdem pünktlich am Bus zu sein. Wieder war ein Polizei-Einsatz am Bahnhof mit mehreren Mannschaftswgen, scheinbar ist in Dortmund immer was los…..

Der Bus kam pünktlich und mein Mann konnte mich um 21.30 h wieder an der Zielhaltestelle abholen. Es war ein wunderschöner Tag!

Info nebenbei: wenn man mit der Strassenbahn U41 vom Bahnhof zum Fredenbaumpark fährt, muss man Tarif A wählen, nicht die Kurzstrecke. Kostet im Moment 2,90 €, oder als 4-er Ticket etwa 10,50€ (bin mir nicht mehr ganz sicher) oder 2,8 km laufen….

Die Gesichter des MPS, 01.Mai 2019, Ye banished privateers und die heilige Dreischeusslichkeit

Harmony Glen, 01. Mai 2019, MPS Dortmund

Auf dem nachfolgenden Foto sind unter anderem die Heavy Saurus zu sehen, die eine Stunde Kinderprogramm machten und dann auch für alle Kids noch zum Fotos machen blieben. Respekt, denn da war die Sonne richtig warm. Die Weltenkrieger und die Cobblestones auf der idyllisch gelegenen Folkbühne habe ich nur von weitem mitbekommen. Der Fredenbaumpark ist schon ein tolles Gelände, steht aber in den kommenden Jahren für die Sommertermine nicht mehr zur Verfügung, der Wintermarkt findet aber dort statt!

MPS Dortmund, fast wie ein Heimspiel, Samstag, 27.04.2019

Darum heißt die diesjährige Saison ja auch „Endlich wieder Zuhause!“ Schon mal vorab ein paar Fotos, ich muss noch meine Gedanken sortieren, vielleicht auch mal drüber schlafen, da es mega anstrengend war. In Dortmund ankommen und am Bahnhof von so vielen Polizisten empfangen zu werden, wie ich in meinem ganzen Leben insgesamt noch nicht gesehen habe, ist schon ein interessantes Gefühl. Es macht mir keine Angst, im Gegenteil, aber die Notwendigkeit für so einen Aufmarsch ist mir unbegreiflich. Was das noch mit Fussball zu tun hat, ich verstehe es nicht. (am Nachmittag spielte Dortmund gegen Schalke). Aber das MPS habe ich wieder als sehr harmonisch und fröhlich erlebt. Schon an der S-Bahn bot mir jemand an, mich auf deren Ticket mitfahren zu lassen, was ich gerne annahm und ihnen meinen Anteil dafür gab. Der Reisebus war auf die Minute genau pünktlich angekommen und so hatte ich vorher noch Zeit, bis ich zum Fredenbaumpark musste. Ich ging kurz in die Innenstadt und fand noch preiswerte Häkelwolle. Am MPS Gelände angekommen, stand schon eine sehr lange Menschenschlange, die auf Einlass wartete. Gisi wünschte uns einen guten Morgen und war sicherlich begeistert von den Massen, die da strömten.

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Manche fragen sich vielleicht, wie denn wohl das Wetter war. Naja, es waren einige Schauer über den Tag verteilt und dann gegen 17.50 h diese dunkle Wolkenwand, die erst heftigen Wind brachte. Das war gut, denn da konnte ich mich noch umentscheiden, wo ich mich unterstellen sollte. Die ersten Schauer hatte ich unter einem kleinen Zeltdach abgewartet, da waren meine Bedenken aber, dass das bei dieser Wand nicht reichen würde. Auch war die Überlegung, ob ich es vorher noch zu den Toiletten schaffe. Ich entschied „ja“, düste los und ging dann anschließend unter die Segel im Westen des Parks. Dann ging es richtig los, Hagel, Sturmböen, Regen, viele viele Menschen unter dem Dach und Mr. Hurley und die Pulveraffen, die trotzdem auf der Bühne weitergespielt haben. Wie die das geschafft haben, ist mir ein Rätsel, Respekt dafür! Die für 18h anberaumte Märchenstunde fand dann nach dem Schauer statt und war trotzdem gut besucht und sehr lustig. Leider war dann zeitgleich das Ritterturnier direkt nebenbei und die Wortbeiträge vermischten sich arg. Das Ritterturnier hat mich überhaupt nicht angesprochen. Eine in Reimen vorgetragene Show, an und für sich vielleicht eine nette Idee, aber hier? Entweder Action oder Kasperletheater. Dafür war es aber irgendwie zu naja wie soll ich sagen? Z.B. als die Geschichte mit dem Verstreuen der Asche des verstorbenen Königs begann. DAS war extrem fragwürdig, gerade, weil so viele Kinder dabei waren. Da musste man als Eltern sicher erstmal was erklären…. Auch waren die Pferde bei der ersten Runde extrem unruhig, die Prinzessin schaffte es nicht aufzusitzen und lief lieber nebenher. Da fragt man sich auch, ob die Pferde an diese Dimensionen des MPS gewöhnt sind….Mir hat es nicht gefallen und es waren viele, die schon nach ein paar Minuten weggingen. Klar wird der Kampf zwischen Gut und Böse immer das Thema solcher Shows sein, aber diese Version….

Nach wie vor meine Lieblingsreitershow: Hero Merkel und Spiritus Lupus!

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MPS Dortmund 2019

MacCabe & Kanaka, MPS Dortmund, Fredenbaumpark, 27.04.2019

Noch ein Dom, dieses Mal in Fulda, auf dem Heimweg am 25.03.2019

Wieder waren wir früh wach und bekamen ein gutes Frühstücksbüfett präsentiert. Nur Teetrinker scheinen die Bayern nicht wirklich zu sein. In allen Hotels unserer Reise gab es Kaffeemaschinen für Latte, Cappuccino oder normalen Kaffee, die Teeauswahl beschränkte sich aber meistens auf Früchtetee, Kamillentee oder eine Sorte Schwarzen Tee. Earl Grey fand ich nur einmal. Aber egal, dieses Hotel bot sogar Antipasti und verschiedene Kuchen zum Frühstück an und es schmeckte alles gut! Wieder zeitig ausgecheckt machten wir uns auf die Heimreise, es sah nach Aprilwetter aus.

Fulda, 25.03.2019, inkl. drohendem Hagelsturm

Weltkulturerbe Bamberg, Sonntag, 24. März 2019 unterwegs mit vielen anderen Touristen

Unsere Hotelauswahl für Fürth war perfekt! Wir haben wunderbar geschlafen und wurden mit einem fantastischen Frühstück in den Tag geschickt. Besonders erwähnenswert ist, dass dort weitgehend auf Verpackungen verzichtet wurde. Alles konnte man aus sauberen Schüsseln usw. entnehmen. Joghurt, Obstsalat etc. waren in kleinen Portionsgläschen abgefüllt. Sogar der Tee war lose und es gab Metalltassensiebe! Die Croissants warm und superlecker! Das kommt in die Top 5 unserer besten Hotelfrühstücke.

Unser nächstes Ziel war nach knapp 60 km Strecke erreicht und so konnte mein Mann mich schon um 11 h in der Bamberger Stadtmitte absetzen. Das Wetter spielte noch gut mit, obwohl für diesen Sonntag eine Verschlechterung angesagt war. Er hatte sich ein Waldgebiet nördlich von Dörfleins ausgesucht und konnte sich dort gut aufhalten. So war ich wieder vor ihm im Hotel mitten in der Altstadt Bambergs, ein paar Treppenwege vom Bamberger Dom entfernt. Vorher aber schaute ich mir das Bamberger Rathaus an und besuchte die Tourist Info zwecks Erhalt eines Stadtplans (ich liebe diese „altmodischen“ Papierpläne). Gerne schaue ich auf meinen Touren erst einmal bei den Infos vorbei. Diese sind so gut wie immer Ausgangspunkt für Rundwege etc. und bieten nützliche, meist kostenlose Infos. Am Ufer der Regnitz machte sich um 12 h das Ausflugsboot Christl startklar für eine 80 minütige Fahrt. Ich war tatsächlich kurz am Überlegen, mitzufahren, um mal eine andere Perspektive zu bekommen. Aber eigentlich mag ich es überhaupt nicht, auf dem Wasser unterwegs zu sein…. so war der Gedanke schnell wieder verworfen. Auch die Lust auf ein Eis war mir bei den Bällchen-Preisen ziemlich schnell vergangen. So richtig warm war es auch nicht mehr. Für einen Erkundungsgang rauf zum Dom und anschliessend zum Michaelsberg waren die Temperaturen genau richtig. In dem kleinen Stiftsladen kaufte ich kleine Geschenke und war doch ein wenig enttäuscht, dass ich mir das Deckengemälde-Herbarium in der Klosterkirche nicht anschauen konnte. Noch bis 2025 ist die Benediktiner-Kirche wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen. Das Kloster wirkt komplett eingerüstet und derzeit nicht sehr fotogen. Aber der Blick vom Michelsberg auf Bamberg und Umgebung lohnt sich trotzdem!

Ich lief noch von Klein-Venedig aus durch die Fußgängerzone, weiter Richtung Villa Concordia und bergauf an der Stephanskirche usw. vorbei und genoss die vielen Details an den Häusern, die so manches Foto wert waren. Als mein Mann dann kam, gönnten wir uns eine Kaffeepause mit heißem Apfelstrudel und Eis und gingen erneut zum Benediktinerweg, damit ich auch ihm den Ausblick zeigen konnte. Zurück am Bamberger Dom vorbei, wo wir aber nicht hineingegangen sind. Wir entschieden uns für ein italienisches Abendessen, wo wir auch wieder ein leckeres Restaurant entdeckt hatten. So kamen heute locker 15,5 km Weg zusammen, das Wetter hatte zum Glück auch gehalten., es war nur nicht mehr so warm.

Bamberg, 24.03.2019

Bamberg, 24.03.2019

Kurioses in Bamberg, Sehenswürdigkeiten der besonderen Art

In Fürth nur wenig Historisches aufgespürt – Samstag, 23. März 2019

Einigermaßen ausgeschlafen genossen wir ein schönes Hotel-Frühstück mit den üblichen Leckereien, jedoch nichts außergewöhnliches. Wir waren schon früh auf den Beinen und somit schon gegen 9.45 h startklar. Es war etwas trüb, aber für den ganzen Tag war gutes Wetter gemeldet. Unser erstes Ziel war Schloss Mespelbrunn, wo so früh am Morgen noch so gar nichts los war. Das Hotel direkt vor dem Schloss wirkte grösser als das eigentliche Wasserschloss. Bekannt wurde Mespelbrunn als Drehort für das Wirtshaus im Spessart mit Lieselotte Pulver. Es war noch geschlossen und so machten wir dann einen kleinen Spaziergang an der Kruftkirche vorbei zurück zum Auto. Die 177 km lange Weiterfahrt nach Fürth zog sich hin, obwohl kein Stau war. Als nächstes steuerten wir Zirndorf an, wo ich gerne eine besondere Shopping-Pause machen wollte. Auch mein Schatz wollte dort seine Tour starten. Irgendwie waren wir beide ziemlich müde und gingen erstmal davon aus, dass wir uns nicht lange dort aufhalten. Inzwischen gibt es viele Bikeparks, die aber genau wie die Mittelaltermärkte noch keine Saison haben. Daher hatte sich mein Mann via Heatmap Waldstrecken ausgesucht, die vielversprechend waren. Hier wurde er nicht enttäuscht und meldete sich zweimal, dass er gerne länger fahren würde. Für diesen Fall hatte ich mir eine Bahnverbindung nach Fürth ausgeguckt, die mich in ein paar Minuten für nur 1,70 € in die Innenstadt brachte. Eine gute und preiswerte Lösung. In Fürth angekommen ging ich in die Innenstadt, gönnte mir etwas Süßes zum Essen und schaute mir die Fußgängerzone an, wo Capoeira vorgeführt wurde und ein Musiker am Flügel spielte. Schön, wenn man so etwas ohne Zeitdruck geniessen kann. Gegen 15 h checkte ich in unserem Hotel ein, von dem wir sehr begeistert waren! Mein Schatz kam gegen 16.45 h am Hotel an und nachdem wir uns erfrischt hatten, liefen wir durch den Stadtpark in Richtung grüner Markt. Dort sassen wir noch draußen zum Abendessen, aber als die Sonne weg war, wurde es dann doch schnell kühl. Zurück durch die Innenstadt waren wir zeitig am Hotel und beendeten den Tag mit Fotos bearbeiten usw. Es war ein schöner Tag, der Frühling ist in Fürth noch nicht so angekommen, hier war die Krokusswiese noch in voller Blüte. 10,2 km Laufen wurden es dann doch, kein Wunder, dass wir erschöpft waren. Fürth ist schön, ohne Zweifel, aber Fotos habe ich dann doch recht wenige gemacht.

Blausternchen, Schloss Mespelbrunn, Spessart, Gauklerbrunnen, Krokusswiese im Stadtpark, im tollen Hotel