Es geht um Musik: Ticket to happiness beim 36. Deutschen Rock und Pop-Preis in der Siegerlandhalle – Samstag, 08.12.2018

Das Wortspiel muss sein: Ticket to happiness gönnte uns Tickets to Ticket to happiness

Wir hatten ein absolut geniales Schlechtwetter-Programm für den extrem verregneten Samstag. Auch wenn Versengold als Headliner in Dortmund auf dem PLWM spielten, blieben wir lieber in der Heimat und hatten dank einer kleinen Aktion im Gesichterbuch Karten für einen musikalischen Tag gewonnen. Wir waren schon direkt zum Start dort, es gab verschiedene Kategorien und jeder nominierte Finalist hatte nur einen Song Zeit, um sich und seine Musik vorzustellen. So ging es im fünf Minutentakt auf und von der Bühne. Ein paar Künstler waren in verschiedenen Kategorien nominiert und wurden daher mehrfach auf die Bühne gebeten. Nur einer brachte zweimal das Gleiche, für mich eine vertane Chance. 15 Leute, die alle irgendetwas mit Musik zu tun hatten, saßen in der Jury. Ausserdem wurde ein Publikumspreis verliehen, der in diesem Jahr verdient an Sophia + Band ging!

Es gab Künstler, die direkt überzeugten, wie Sophia + Band, oder andere, wo man erst einmal dachte, „oh, was kommt jetzt?“ So der Fall bei Ryberski, die aber richtig gut waren! Die Sparte Singer/Songwriter war sehr breit gefächert, bot zum Beispiel auch Sven Garrecht aus Mainz mit einem tollen Beitrag am Keyboard. Sein ‚Für Elise‘ brachte ihm einen 2. Platz ein. Es gab viele mit eigenen Alben oder reichlich Bühnenerfahrung, Neulinge, manche, die nicht zum ersten Mal dabei waren und auch Auftritte mit einem Fremdschäm-Moment, worauf ich aber nicht näher eingehen will. Alle hatten sich schließlich qualifiziert für diese Veranstaltung und mussten auch eine nicht unbedeutende Summe dafür bezahlen, um auftreten zu können. So gehört auch ein wenig Idealismus dazu….

Ticket to happiness spielten gegen 18.50h und überzeugten direkt! Die Kategorie Country war tatsächlich sehr stark besetzt. Zwar traten nur drei Bands (zusätzlich Copper smoke und Eddy & the backfires, die eher Rockabilly ablieferten) auf, diese waren aber jede für sich sehr gut! Die Siegener Band Ticket to happiness gewann in mehreren Kategorien 5 erste Preise und 3 zweite Preise! Unter anderem bestes Folkrock-Album, beste Folkrockband und bester Folkrock- und Country-Sänger.

Die Veranstaltung will eine Bühne bieten für unbekanntere Talente, was hoffentlich auch für Ticket to happiness ein Sprungbrett wird!

Von 12.30 h bis 20.30 h waren wir dort, haben zwischendrin mal eine Stunde Pause gemacht und uns in der Stadt Frittenglück gegönnt und den Weihnachtsmarkt besucht. Machte bei dem Wetter nur bedingt Spass, die frische Luft tat aber gut.

So haben wir es bisher weder nach Burbach zum Mittelaltermarkt, noch nach Siegburg, zur Ronneburg oder nach Dortmund geschafft. So langsam werden die Wochenenden knapp und man kann nicht mehr so viel nach hinten raus verschieben. Es war mir aber auch das Wetter zu schlecht, da ich es mir derzeit nicht leisten kann, krank zu werden….wer kann das schon….

Allen noch eine schöne Adventszeit! Vermeidet Hektik und geniesst gemeinsame Zeit! Das war ja das besondere an diesem Festival…. gemeinsam mit Tochterherz und Schatz geniessen! Das wird mir immer wichtiger!!!! Auch wenn es mir das schon immer war!

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Alte Bekannte im Alten Flecken, Sonntag, 21.10.2018

Es war wieder gutes Wetter angesagt für das Herbstmarkt-Wochenende in Freudenberg/Westfalen. Die Ankündigung in der lokalen Presse war aufgemacht wie in jedem Jahr, ohne konkrete Zeitpläne oder Teilnehmer-Angaben. Und auch die sozialen Medien gaben zwar den Termin bekannt, aber kaum Details.

Dass Kasper, der Gaukler wieder da sein würde, stand aber in dem Artikel drin. So fuhren Tochterherz und ich erst einmal nach Niederfischbach, um uns dort in dem kleinen Tierpark die Greifvogelschau von Marco Wahl/Naturerlebnis Greifvogel anzuschauen. Das war klasse, so kenne ich Marcos Vorführungen unter anderem schon von den Mittelaltermärkten in Greifenstein, Altena und Denklingen.

Anschließend fuhren wir nach Freudenberg, fanden auch noch einen Parkplatz und genossen das schöne Wetter in den noch nicht zu überfüllten Gassen der Altstadt.

Es wiederholt sich leider immer wieder, ich habe wenig Neues entdeckt und so waren wir schnell fertig und fuhren rechtzeitig wieder weg, bevor das grosse Verkehrschaos los ging. Sowohl der Herbstmarkt als auch der verkaufsoffene Sonntag lockten die Massen. Schon auf unserem Weg gen Siegen standen die Autos in der anderen Richtung im Stau und wir waren froh, dieses Geschiebe hinter uns zu lassen. Es zeigt ja, dass das Interesse an solchen Märkten gross ist. Daher finde ich es schade, dass wir in diesem Jahr in Siegen schon wieder auf den Mittelaltermarkt, der ja im letzten Jahr endlich noch einmal stattfand, verzichten mussten.

Bartkauz Siggi, Naturerlebnis Greifvogel, Tierpark Niederfischbach

Kasper, der Gaukler im Alten Flecken 2018

Bartkauz Siggi, Naturerlebnis Greifvogel im Tierpark Niederfischbach

Grosse Feier in Speyer, MPS im Domgarten, 25. und 26. August 2018

Das MPS in Speyer steht nun schon seit mehreren Jahren auf unserer Liste der ‚Da Muss Ich Hin‘ Märkte. War es in den letzten Jahren immer sehr heiß dort, so hatten wir an diesem Wochenende angenehmere Temperaturen. Nach den heißen Terminen der letzten Wochen eine Wohltat.

Als wir Speyer gegen Mittag erreichten, kam sogar noch ein kurzer Schauer vom Himmel, wir konnten jedoch dann ohne Regenkleidung den Markt betreten. Nur die Wege und Wiesen benötigten noch gut zwei Stunden, bis sie trocken waren. Dieses Jahr hatten wir ein Hotel gefunden, von dem aus wir auch zu Fuss zum MPS gelangen konnten. Wie sich am nächsten Morgen beim (extrem guten)  Frühstück herausstellte, nutzten auch der Veranstalter, diverse Mitarbeiter und Künstler dieses schöne Hotel.

Da wir zu Dritt auf dem Markt waren und wir einen MPS-Neuling dabei hatten, drehten wir erst einmal eine gemeinsame Runde, bevor ich dann alleine weiter zog und mein Tochterherz mit ihrem Spatz auf die Suche nach Essbarem usw. gingen. Leider vermissten wir unsere Burger-Meisterei.

Ich schaute mir nochmal das Ritterturnier an, um Fotos zu machen und dann ging es weiter zum ersten Set von Versengold an der Hauptbühne. Habt Ihr Bock auf eine Stunde Versengold??? Wie oft habe ich diese Frage in diesem Jahr schon mit JAAAA beantwortet. So oft, dass ich meiner Tochter sogar schon sagen konnte, welcher Song als nächstes kommt. Denn leider haben die Jungs kaum Abweichungen von ihrer Setlist für das Nachmittagskonzert. Natürlich gab es den neuen Song  ‚Der Tag, an dem die Götter sich betranken‘ und er kam, genau wie in Köln, sehr gut an.

Es gab Lupus, den Gaukler, Rapalje, Cuelèbre , Märchenstunde, Cultus Ferox und Saor Patrol (im Vorbeigehen) und so vieles mehr. Leider war, auch auf Anfrage beim Veranstalter, kein Tanzworkshop durchführbar. Auch die schöne Akkustik-Session des letzten Jahres beim Zuber mit Maccabe und Kanaka gab es in diesem Jahr nicht, weil die Männer nicht dabei waren. Das haben wir tatsächlich sehr vermisst.

Das Versengold Konzert war sehr gut besucht. Daher schafften wir es nicht, weit vorne zu stehen. Und hatten dazu noch das Pech, dass neben uns eine Truppe Junggesellinnen-Abschiedler feierte. Die kreischten diverse Male so unangenehm, dass ich froh um meine Ohrenstöpsel war. Kurz  nach dem Konzert von Versengold  kam mein Mann noch dazu und ich holte ihn in der Fußgängerzone ab, da ich befürchtete, dass wir uns in dem ganzen Gewühl sonst nur schwer finden würden. Das Gute daran war, dass neben dem Dom ein sauberes Toilettenhaus zu finden war, wo ich mir dann verkneifen konnte, auf die Dixies zu gehen. Preis war der gleiche. Das ist nach wie vor ein Thema bei mir, dass ich das ganz schlecht kann. Und auch am Sonntag machten wir uns die Mühe, die paar Meter bis dorthin zu gehen. Vielleicht so als  kleiner Insider Tipp für Damen mit der gleichen Dixieklo-Phobie.

Erst einmal machten wir einen Rundgang über das inzwischen mit Öllichtern und Fackelkörben beleuchtete Gelände. Während des Auftritts von Saltatio Mortis standen Menschenmassen dort, die ich so noch  nicht gesehen habe. Vielleicht auch, weil ich sonst nicht bis so spät abends am MPS unterwegs bin. Diese feierten den Platz 1 in den Albumcharts mit viel Pyrotechnik und sehr lauter Musik. Wir schauten uns lieber Faun an der Festivalbühne an, auch dort auf einmal Menschenmassen. Ich liebe die Blaue Stunde von Faun. Manche Songs waren sehr in die Länge gezogen, dass ich tatsächlich mehrfach dachte, so ‚jetzt aber bitte den nächsten Song spielen‘.  Wir wechselten noch zu Rapalje, wo ich genau rechtzeitig war zu einem wunderbaren Caledonia von William gesungen.  Es war eine schöne Song-Mischung und bei Rapalje macht mir auch der Dudelsack nichts aus, er passt zur Musik und David spielt ihn auch wirklich gut. Gegen 22.30 h startete d’Artagnan mit ihrem Auftritt auf der  Festivalbühne, es waren Unmengen an Menschen am MPS unterwegs.  Jedenfalls schauten wir ein paar Songs von Ben und den anderen Musketieren an. Wieder war ein Gastgeiger mit dabei, der normalerweise bei der Folkband Tir nan Og spielt. Matze hatte aber sichtlich Spaß und passte gut ins Konzept. Und Ben lebt scheinbar seinen Traum, er ist so aktiv auf der Bühne und hat sichtlich Spaß! Der sich natürlich sehr auf das Publikum überträgt.

Zu Fuß ging es zurück zum Hotel, wenn auch wir einen Umweg gelaufen sind, da wir im Dunkeln nicht so ganz gut orientiert waren und die Strecke zu Fuss anders war als der Hinweg, wo mein Schatz uns mit dem Auto kurz vorm Gelände abgesetzt hatte.

Nach einem wirklich leckeren Frühstücksbüfett checkten wir aus und gingen dieses Mal zu Fuß durch die Fussgängerzone in Richtung Dom und MPS-Gelände. Mein Mann machte sich erneut auf den Weg in Richtung Pfälzer Wald, wo er ganz begeistert von den Trails und der Landschaft rund um das Hambacher Schloss usw. ist.

Die Schlangen am Eingang wurden schnell kürzer und wieder musste man sich den Arm stempeln lassen, da es sich nicht verhindern lässt, dass man das Gelände mehrfach am Tag verlassen muss, um zu den verschiedenen Bühnen zu gelangen. Wir schauten uns die Morgenmesse an der großen Bühne an und es gab kaum etwas Neues. Es gab Geburtstage zu feiern, es wurde geteert und gefedert und wir hatten viel zu lachen. Nicht so lustig war leider das Wespenproblem, die waren nämlich überall und teilweise auch sehr lästig. Es gab wohl auch so manchen zu behandelnden Stich, zum Glück nicht bei uns.

Wir blieben bis ca. 16.20 h und mein Mann holte uns wieder am Postplatz ab, alte Tradition der letzten Jahre. Nur, dass wir uns dieses Mal noch ein Eis in der Fußgängerzone gegönnt hatten (auf das wir eine gefühlte Ewigkeit warten mussten). Wir brachten Tochterherz nach Hause und fuhren dann auch noch ohne Staus gen Heimat, wo wir gegen 20.30 h ankamen.

Der Sonntag bot wenig Programm, daher verlagerten wir das Interesse auf die Märchenstunde und nocheinmal Gaukler Lupus. Auch bei Achim, dem Falkner schauten wir vorbei, der aber mit vielen anderen Leuten am Reden war und  es so nur bei einem Hallo blieb.

Ich habe es sehr genossen, wieder überlege ich, ob ich mir für 2019 doch eine Jahreskarte gönnen soll. Aber diese ist im Vergleich zu diesem Jahr wieder gut 20 Euro teurer und ob wir im neuen Jahr wieder so viel  Zeit fürs MPS finden, weiß ich nicht. Auch werden andere Bands eingebucht sein, mit denen ich nicht so viel anfangen kann. Wenn ich die Karten im günstigen Vorverkauf bestelle, dann würde ich weniger bezahlen als für die Jahreskarte. Wir werden sehen…..

FAZIT: MPS macht süchtig. Alles andere ist gesagt!

Altstadtfest in Siegen ohne Mittelaltermarkt, aber mit (einem) Ticket to happiness! Sonntag, 09. September 2018

Das Altstadtfest in Siegen fand wieder einmal im Rahmen des „Tages des offenen Denkmals“ statt. 12 h wurde das Fest am Pfarrer-Ochse-Platz vom stellvertretenden Bürgermeister J. Kamieth eröffnet. Die Folk-Band „Ticket to happiness“ spielte von der kleinen Bühne mehrere Sets mit eigenen und bekannteren Folk-Songs. Musikalisch genau mein Geschmack! Das Publikum war nicht so zum Mitsingen zu motivieren, da viele die Mittagszeit nutzten, um auf dem Platz die kulinarischen Köstlichkeiten zu essen, die von den Altstadtbewohnern und manchen Ständen angeboten wurden. Es war aber nicht darauf ausgelegt, wie bei den üblichen Festen, eine Massenabfertigung an den obligatorischen Bratwurst- oder Bierständen anzubieten. Stattdessen gab es frisch gemachtes Chilli con carne, Fleischspiesse vom Grill, frisch gebackene Waffeln und Kuchen, indische oder arabische Spezialitäten oder typische Siegerländer Leckereien, wie Schmalzdonge, Kartoffelpuffer oder Riewekooche. Auch boten Vereine oder Privatpersonen Selbstgemachtes zu sehr günstigen Preisen an. Dadurch war die Stimmung irgendwie sehr familiär, es war eher wie ein großes Straßenfest und weniger eine Massenveranstaltung. Man kennt sich und nutzt die liebevoll zubereiteten Angebote gerne!

Das Wetter war hervorragend, weshalb es sich auch lohnte, auf Foto-Tour zu gehen. Zwar waren heute alle Museen und Kirchen in der Innenstadt geöffnet, es wurden Besichtigungen der Fürstengruft und Stadtführungen angeboten und auch der Nikolaikirchenturm durfte wieder erklommen werden. Aber irgendwie lud das Wetter zum Spazieren gehen und draussen verweilen ein. Ich war noch in der evangelischen Martinikirche, wo ein Bücherflohmarkt stattfand. Die gespendeten Bücher wurden günstig verkauft und das Geld soll der Kirchengemeinde zugute kommen. Naturlich habe ich dort wieder ein paar passende Bücher gefunden…

Ein lustiges Erlebnis hatten wir noch, als es ein paar jungen Leuten nicht gelang, einen Liegestuhl aufzuklappen. Mit gutem Zureden und Tipps zurufen klappte es nicht, da habe ich denen das mal schnell aufgestellt. Wie gross war die Überraschung, dass das eigentlich doch ganz einfach ist….. Nach einem weiteren Rundgang durch die Altstadt (dieses Mal in Begleitung lieber Freunde) erklomm ich erneut alleine den Siegberg und machte eine Fotorunde im Schlosspark des Oberen Schlosses. Die Mauersanierung ist nun in manchen Teilen abgeschlossen und es sieht sehr schön aus. Auch die grossen Blumenbeete boten nachwie vor, trotz all der trockenen und heissen Wochen, eine herrliche Blütenvielfalt. Erstaunlich, wieviele Bienen dort zu sehen waren. Auch Taubenschwänzchen konnte ich erneut fotografieren. So hatte ich wieder einige Bilder zu bearbeiten, aber dank des herrlichen Wetters eine tolle Fotoausbeute. Mit dem Fahrrad ging es dann wieder Richtung Heimat. Klar habe ich das Gauklerpack und den Mittelaltermarkt vermisst und ich hoffe doch sehr, dass wir bald wieder ein solches Angebot bekommen. Bis dahin reisen wir halt weiter durch die Lande….Und Ticket to happiness und auch das Wetter hatten mir wirklich Freude bereitet!

Tour-Daten gibt es auf der Facebook Seite der Band Ticket to happiness

Some like it hot…MPS KÖLN Fühlinger See, Samstag,04. August 2018

Es sollte heiss werden an diesem Wochenende. Wieder einmal überschnitten sich der Altenaer Markt und das Kölner MPS terminlich. Aber wie schon in den letzten Jahren, wollte ich am Samstag nach Köln. Da ich mit meiner Jahreskarte das volle Programm inzwischen kostenlos nutzen konnte, waren mir die Eintrittspreise egal. Wie immer war der Samstag wesentlich teurer als der ruhigere Sonntag. Und in Altena wurde an beiden Tagen der gleiche Eintritt verlangt. Seit Bückeburg 2 hat sich meine Jahreskarte schon bezahlt gemacht! Am Freitag kamen mir starke Zweifel, ob es eine gute Idee ist, den Tag in der prallen Sonne durchzustehen, oder ob es doch zu anstrengend werden würde. Ich hatte ein ausgeprägt mulmiges Bauchgefühl und war sogar drauf und dran, überhaupt nicht zu fahren. Aber dafür war wiederum das Programm viel zu schön, als es nicht zu nutzen. So entschieden wir, da auch mein Schatz nicht so lange unterwegs sein wollte, erst nachmittags loszufahren. Um 14.30 h war der erste Auftritt der Ye banished Privateers und nach einer staufreien Anreise war ich um 14 h vor Ort. Mein Mann konnte mich sogar relativ nah an der Brücke zum Eingang raus lassen, so dass ich nicht den weiten Weg von den Fordparkplätzen laufen musste. Dieses Mal hatte mein Schatz einen Mitradler und die zwei fuhren direkt weiter nach Burscheid, um dort ihre Runden im schattigen Wald zu drehen.

Es waren 36 Grad C angesagt und viele Besucher hatten Schwimmsachen dabei, um sich im Wasser des Fühlinger Sees abzukühlen. Der Veranstalter hatte für genügend Sicherheit durch die DLRG gesorgt und frühzeitig darauf hingewiesen, dass die Parkplätze auch durch viele Besucher des Sees schnell voll werden würden. Stark ins Schwitzen kamen alle die, die beim grossen Fabelwesen-Wettbewerb mitmachten. Dieser wurde zum ersten Mal angeboten und die wirklich grossartig und phantasievoll gestalteten Teilnehmer waren nicht zu beneiden unter ihren Masken. Mit einem Umzug gingen sie am Nachmittag zur extra gebauten Bühne (dort fand letztes Jahr das Ritterturnier statt, das dieses Jahr ersatzlos gestrichen worden war) und wurden dort prämiert.

Ich habe mich sehr auf die schwedischen Piraten, gefreut, die mit guter Besetzung zu Acht auftraten. Allerdings war das erste Set noch nicht gut ausgesteuert. Beim zweiten Set hörte sich alles schon gleichmäßiger und voller an. Auch Björns Akkordeon ist repariert, nach dem ja in Bückeburg Schaden genommen hatte.

Der Veranstalter hatte sich wirklich viele Gedanken gemacht, wie er mit der grossen Hitze umgehen sollte. An vielen Stellen hatte er an der MPS Bühne, wo wirklich kein Schatten zu finden war (das ist ein Parkplatzgelände mit eher kleinen Bäumen) Tropfschläuche und kleine Sprenkler aufgehängt. So sieht es auch auf dem Foto mit Versengold so aus, als würde es regnen. Auch gab es viele schattige Sitzplätze am Gelände unter Sonnensegeln. Und die Löschquads waren unterwegs und spritzten die staubigen Wege und gerne auch Besucher nass.

Es gab einen Tanzworkshop auf dem Kampfplatz, der von gut 100 Tänzern besucht wurde. Musik kam vom Band, erklärt haben Becky und Sebastian den Blue Flag, die Chapeloise und die „Könner“ haben ohne Erklärung den A rovin vorgeführt, was sehr viel Spass machte.

geht bald noch weiter….

Stippvisite zum 10jährigen in Altena, kurz eingetaucht ins Mittelalter und schweissnass zurück, Sonntag, 05.08.2018

Es ist für mich immer sehr entspannt, mit der Bahn nach Altena anzureisen. So auch in diesem Jahr wieder. Leider war ich alleine unterwegs, konnte so aber die Fahrt im gut klimatisierten Zug mit Häkeln überbrücken. Schließlich naht der Adventsbasar, auch wenn es sich gerade so anfühlt als hätten wir einen immerwährenden Sommer. Ich kam um 11.18 h am Bahnhof an und so gerade richtig, um nach einem Rundgang über die Lennepromenade vor der Gauklerbühne auf Max Gaudio zu treffen. Am Eingang und den Kassen hatten sich noch keine langen Schlangen gebildet, was aber frühnachmittags schon anders aussah. 9 € Eintritt für Erwachsene (Familien kamen für 20€ rein) sind absolut in Ordnung, es werden aber zusätzlich Hutsammlungen bei den Akteuren durchgeführt. Dank des Handgelenkstempels (der leider auf die Gewandung abfärbte – Bändchen gab es nur für’s ganze Wochenende, weshalb ich nun leider auch keines für meine Tasche habe – es wäre das 5. gewesen) kam man ja ohne Verzögerungen rein und raus, um auch zur Burg und zum Drahtmuseum zu gelangen. Ich war so zeitig, dass ich mir Nils, den Gaukler noch anschauen konnte. Tolle Tricks hatte er drauf! Und dann 12 h, High Noon an der Gauklerbühne….es gab: Den kleinen König, in etwas abgewendelter Version – Achtung schlechtes Wortspiel – der kleine König musste keine Wendeltreppe hoch. Stattdessen kroch er durch eine Tür, auf der Geh heim stand…. Es gab natürlich wieder viel zu lachen. Es wirkt immer so locker und spontan, wie Max Gaudio die Geschichten präsentiert, ganz grosses Kino und immer wieder schön, auch wenn ich den kleinen König gewiss schon ein Dutzend Mal gesehen habe. Auch Prinzessin Kirsten oder Kerstin (war sie gar aus Küntrop, ich weiss es nicht mehr), die nicht in Sarah umgetauft werden wollte (wegen des Geschenk des Königs) spielte prima mit. Es war heiss, es gab viele Wespen, die auch den Verlauf des Spieles unterbrachen und dadurch sogar neu auserkorene Heldinnen Applaus bekamen…

Nächster Programmpunkt war dann der erste Auftritt meiner Artistik-Lieblingstruppe Die Flugträumer. Die frisch gewählten Gauklerkönige von Kaltenberg gaben zu fünft ihr Programm zum Besten, leider ohne die eigentlich übliche Livemusik. Christian war nicht dabei und somit kam die Musik vom Silberling. Aber auch diese war sehr passend zu den Darbietungen gewählt. Anna Karenina bot Hulahoop vom Feinsten, es gab Akrobatik von Reuben und Sebastian, der auch mit Jonglage aufwartete. Ben Eichinger begeisterte wieder mit seinem Können am Diabolo und Harlequeen glänzte mit Hut-Jonglage. 30 Minuten in der prallen Sonne waren schon sehr anstrengend für die Akteure!

Ich bin dann erneut über den Markt geschlendert und auch eine Runde durch die Fußgängerzone, da ja auch die Geschäfte ab 13 h geöffnet waren. Leider gibt es immer noch keine Verringerung der Leerstände. Sogar der grosse Supermarkt steht nun leer. Aber die Eisdielen hatten gut zu tun und das Eis war auch lecker. Ich schlenderte noch zum Drahtmuseum, wo die Skyhunters in Nature mit der Falknerin Sonja Senica einige Vögel präsentierten. Dort war aber nicht viel los. Mir war der Weg zur Burg zu beschwerlich, daher habe ich auch das Programm im Burghof mit Kasper, dem Gaukler, von Comes Vagantes und der Schwertkampftruppe Burdyri nicht mitbekommen. Auch Gawan alias Funley MacFlitzpipe alias wer auch immer ist mir nicht begegnet, schade.

Ich fühlte mich irgendwie nicht so wohl, ich war so unruhig und etwas zittrig, weshalb ich mir eine kühle Apfelschorle gönnte. Leider half diese nicht und ich beschloss, meine Einkäufe zu tätigen (Honig, Seife, Edelsteine und ein eigentlich nicht geplantes Oberteil bei der Gewandschneiderin) und danach mit dem Zug wieder nach Hause zu fahren. Dadurch verpasste ich leider Max Gaudios zweiten Auftritt und auch den Topact Celtica Pipes Rock, die ich ja zuletzt im Mai in Weil Am Rhein beim MPS live gesehen hatte.

Auf dem Weg zum Bahnhof rief mich mein Mann an, dass er nach einem Sturz mit dem Mountainbike zum Röntgen in der Notaufnahme säße, es ihm soweit aber gut ginge, aber der Hals/Nacken Beschwerden mache. Daher sollte das gecheckt werden. Und prompt war mein Zittern und die Unruhe weg. Also lag es nicht an der Hitze, sondern ich hatte gefühlt, dass was nicht in Ordnung war. So war ich gut 1,5 Stunden später zuhause und konnte mich um meinen armen Schatz kümmern, der inzwischen auch wieder zuhause war. Es geht ihm soweit gut, er kann arbeiten und der Rest wird auch wieder. Danke an alle Schutzengel, die für ihn da waren und mir ein Flattern in meinen Bauch gelegt haben. Alles ist gut!

Vieles habe ich nicht mitbekommen, das alt bewährte Konzept des Marktes schien aber wieder aufzugehen. Ritterturnier, Orientbereich, Hauptbühne, alles so wie immer. Die Flugträumer bieten zusätzlich noch Akrobatik an, für die sie ein Dreifußgestell neben der Hauptbühne aufgebaut hatten. Sicherlich deutlich ungefährlicher als die Konstruktion von der Lennebrücke baumelnd…..

Es war sehr heiss, es gab wenig Sitzplätze im Schatten, da hätte vielleicht das ein oder andere Tuchsegel helfen können. Gegen Nachmittag begann dann auch der grosse Andrang, anfangs war es recht leer gewesen. Manche Ecke wirkte leerer, als hätte der ein oder andere Standbetreiber abgesagt, aber im Großen und Ganzen auch beim 5. Besuch wieder schön! Verzeihung an die Akteure, die ich nicht erwähnt, da nicht gesehen, habe. Es war zuviel in der kurzen Zeit!

Noch eine Anmerkung: Das Programmheft war wie in jedem Jahr wieder sehr schön gestaltet. Bitte die Spielzeiten usw. besser Korrekturlesen, da war einiges nicht richtig…Zeiten überschnitten sich sowohl auf der Gauklerbühne als auch beim Programm der Hauptbühne, leider verwirrt das unnötig und machte bei der Hitze auch einige überflüssige Wege nötig.

Die Flugträumer in Altena, Sonntag, 05. August, 13 h

Karlsruhe, mal ruhig, mal trubelig, aber immer (schön und) heiss! Freitag, 27.07. – Sonntag, 29.07.2018

Ich kann ja zur Zeit nicht so richtig Urlaub machen, daher gönnten wir uns mal wieder ein verlängertes Wochenende. Freitag morgen ging die Fahrt nach Mainz, wo ich nachmittags mit Tochterherz im herrlich klimatisierten Kino „Mamma Mia 2“ anschaute. Nicht ohne vorher ein Neis am Rhein zu essen. Der Film war wunderschön und irgendwie viel trauriger als wir erwartet hatten. Ein paar Taschentücher mussten wir opfern…. Mein Mann radelte währenddessen in Stromberg, eines seiner Lieblingsziele, wenn wir am Rhein unterwegs sind. Fast zeitgleich kamen wir am Treffpunkt an und konnten wie geplant die Reise fortsetzen. Weiter ging es nach Karlsruhe, die gut 1,5 Stunden Fahrt gingen zum Glück ohne Staus schnell rum. Im Hotel bekamen wir zwei schöne Zimmer mit Klimaanlage zugeteilt. Das förderte einen guten Schlaf und eine ruhige Nacht. Doch vorher gingen wir noch bei einem Italiener in der Nähe des Hotels essen (sehr lecker) und gönnten uns noch ein Eis. Das darf man bei 32 Grad, die wir nach 21 h noch hatten. Ein wunderschöner Bürgerpark mit vielen Menschen, die die Mondfinsternis beobachten wollten, war dann auch für uns ein schöner Ort, um den Abend ruhig ausklingen zu lassen.

Ausgeschlafen starteten wir in den Samstag, genüsslich frühstückten wir im Hotel. Ein gutes Büfett war aufgetischt, sogar mit kleinen Weck-Gläschen mit Panna Cotta oder Straciatellacreme. Frischer Obstsalat, guter Tee, Chiabrot, Rührei, alles war reichlich vorhanden. Auch ein paar Gäste, die man direkt so zuordnen konnte, dass sie auch zum MPS wollen. Der Himmel war zwischenzeitlich ziemlich dunkel geworden, es war sehr windig und ein paar Tropfen Regen fielen, aber das zog schnell wieder ab. Mein Mann startete seine Tour zum Strommastentrail bei Ettlingen, jedoch musste er vorher noch sein Rad flicken, da er am Freitag trotz schlauchlosem Fahren ständig Druck verlor. Tochterherz und ich nutzten eine City-Tageskarte für die S-Bahn (für bis zu 5 Personen z.Zt. 10,60€) und fuhren mit der S5 von der Wolfartsfreier Strasse bis Marktplatz. Kein Problem sich zu orientieren. Das klappte so gut mit der Verbindung, dass wir viel zu früh vor Ort waren. Und was machen wir dann für gewöhnlich? Eine Buchhandlung suchen. Die war schnell gefunden und da diese einen grossen Bereich für englische Bücher hatte, konnten wir dort gut die Zeit verbringen. Danach war schnell der Weg zum MPS Gelände gefunden, vorbei an den Nightlinern von Versengold, Saltatio Mortis und wem auch immer… (warum lief Prinz Hodi dort rum???) und ohne lange Wartezeit waren wir drin. Erst einmal einen Rundgang machen und zur Morgenmesse an der Festivalbühne einfinden. Ich glaube wirklich, dass es süchtig macht, zum MPS zu gehen, es ist wie ein ankommen mit einem „Ihr Lieben, da bin ich wieder, halleluja“ auch wenn man eigentlich vom Publikum her keine Nase kennt….

geht bald weiter