Piraten-Abenteuer Zülpich, Saturday, 24.08.2019, Day 2 at a pirate-festival of freedom and fun

Raise your glas for Libertalia – lever ton verre à Libertalia

We started early into the day and enjoyed a wonderful breakfast at our hotel. I was really looking forward to the new festival day and my husband drove me to Zülpich again, where I arrived at 11 h . He then drove to Aachen, where he found great trails for his mountain biking tour.

Arriving at the Festival-Area I met some folks from yesterday and talked with them. Some families already took a look around the market, but everything and everyone seemed kind of sleepy at the beginning. On Friday we received three different colored wristbands for each weekend day as ticket to get permanent access to all areas.

The official Beginning of the program started with firing the canons. This was really noisy and it was difficult to take pictures of this one second of fire and explosion. The second time did not work at all and the crew was busy to secure the canon and to make sure that no unexpected explosion could happen.

This morning Captain Jeremy arrived for entertaining on Saturday and Sunday, also Ye banished privateers were all aboard today, after some of them were already seen (and heard) at the jam session that night before.

Captain Jeremy started his wonderful and funny programm with juggling, magic tricks and lots of fun in front of the Stockbrot (yeast bread on sticks) Bakery.

A lot of people came to join his program and enjoyed it very much. In the meantime Magician Robert Blake got arrested by the Marines and got a trial in the Market area. Unfortunately I did not see how this ended….but he was able to make his shows later that morning …..

My next event was listening to MacCabe & Kanaka for a while. At 2 o‘clock Pyrolysis played at the Festungsbühne, this really was one of the highlights! I started trying to organize some folks for a spontaneous dancing circle. Ralf Winterhoff, the headmaster of it all talked to some of the musicians and Laurens and Tim from Pyrolysis, as well as ‚Yuan Cloudheart‘ agreed to make music. I found some of the MPS dancers and two guys from the market who would dance too. We wanted to invite the audience to join us and after a lot of thinking which dances to play (and when) we found a solution to play at 5.30h.

But before the dancing was supposed to take place I was told to see Libertalia at the Lagerwiese-Stage, playing their set unplugged and it was really awesome! The French Band from Toulouse normally has more members, this time only three of their crew plus another female singer with a beautiful voice were invited to play in Zülpich. And so they called themselves Libertalia Castaways this time. At first it was kind of strange for me to hear Pirate folk songs in French language, but with the voices of the Quartermaster and the Gunner (how they call themselves) it was perfect! And a lot of English songs were also found in their setlist (without french accent by the way). As it is a bit difficult to google them, here is the link to their homepage:

http://www.libertalia-legroupe.com

Libertalia Castaways from France

The sun was really hot and I felt kind of dizzy during the afternoon. So I decided not to stay for the night concerts with the Swedish Pirate Armada. That also meant that I wasn‘t going to see the Ye banished privateers this day….they were THE reason for me to go to Zülpich in the first way….

Watching the stunt show of Kvartett was awesome. Then another show of Captain Jeremy followed, where I was able to make some good fotos. And then it was time for dancing. I met with Tim and Laurens from Pyrolysis together with Quentin with his hurdy gurdy. We found two songs to play and dance and we were 6 dancers. Unfortunately there was a soundcheck on the big stage next to the danceplace. It was so hot and we didn’t find any people from the audience to join us. It was really fun, but not that successful as hoped. But I am really thankful to get to know all these great people who joined me!

My husband picked me up and we found a great restaurant nearby where we had a delicious burger. Going back to our hotel in Nideggen, we had an ice-cream to end this special day. It was fantastic to meet all these friendly people from all over Europe and to listen to new bands and music.

Piraten-Abenteuer Zülpich 2019

Schauinsland ohne Sicht, Freitag, 04.10.2019, auf dem Weg in den verdienten Wochenendurlaub

Nachdem wir die Nacht in einem Hotel in Freiburg verbracht hatten, fuhr ich mit der S-Bahn in die Stadt zum Shoppen. Schatz wollte eine schöne MTB-Tour machen und so ging der Vormittag sehr schnell vorbei. Wir trafen uns gegen 13 h in einem schönen Café, stärkten uns dort und fuhren weiter zu unserem nächsten Ziel: dem Schauinsland. Sturmtief Lorenzo lieferte uns sehr kräftigen Wind und der Gipfel des Berges blieb leider in den Wolken verschwunden. Es fühlte sich fast an wie an der Nordsee. Gerade mal ein Dutzend Menschen begegnete uns auf dem 2,2 km Rundweg am Aussichtsturm und Skulpturen-Weg. Aber auch der Nebel hatte seinen Reiz und lies alles sehr mystisch wirken. So war unser Aufenthalt trotzdem nur kurz und wir fuhren weiter in Richtung Todtnau. Wir kamen an dem Wanderparkplatz Todtnauer Wasserfälle vorbei, die ich eigentlich erst am kommenden Tag erkunden wollte. Da es aber gerade nicht regnete, legten wir einen Stopp ein und liefen das kurze Stück dorthin. Wunderschön rauschte das Wasser die 97 m hohe Wand herunter. Er gilt als der höchste natürliche Wasserfall Deutschlands. Wir liefen einmal rund herum, die nassen Treppen zu laufen war etwas beschwerlich. Zudem machten wir schöne Fotos, bevor wir dann endgültig zum Hotel in Todtnau fuhren. Den Ort hatte ich wegen des Bikeparks am Hasenhorn und der Geniesserpfade gewählt. Bei der Touristen-Information kann man für 2,90€ einen Wanderpass kaufen, den man an verschiedenen Wegen stempeln kann, ab 3 Stempel bekommt man eine Belohnung. Auch auf dem Wasserfallsteig gibt es eine Stempelstelle. Abends gab es leckere Pizza als wunderbaren Ausklang des Tages. Wir gingen einen schönen Fussweg in den Ort, entlang des Wiese-Baches, der auch am Rückweg im Dunkeln kein Problem darstellte.

Schauinsland ohne ins Land schauen

Todtnauer Wasserfall mit Wasser von ganz oben

Schwarzwald mit dunklen Regenwolken, 05.Oktober 2019

Mein Mann brachte mich morgens zum Parkplatz Rothaus-Bahn, von wo ich zu den Fahler Wasserfällen wanderte. Ich musste über eine Weide laufen, wo ein Warnschild stand, dass die Mutterkühe mit Kälbern instinktiv aggressiv reagieren könnten und man doch bitte zügig über die Wiese gehen und die Tiere nicht reizen solle. Die Wasserfälle waren schnell erreicht und somit auch der Ausgangspunkt des Wasserfallsteigs. Dieser beginnt noch etwas weiter bergauf, da das Wetter aber nicht gut war, schien mir dieser Startpunkt in Ordnung. Auf den ersten Kilometern war ich völlig alleine unterwegs, somit war das Wandern trotz der Nässe sehr erholsam. Nach ein paar Kilometern kam ich an unserem Hotel vorbei und konnte ein schnelles Päuschen einlegen und einen dicken Regenschauer abwarten. Weiter ging es entlang der Wolfsschlucht in den Ort Todtnau, von dort hinter der Kirche ein Stück entlang des Schöpfungspfades stetig bergauf zu den Todtnauer Wasserfällen. Bis dort verzweigten sich die Wege oft (Besonders hinter der Kirche) und die Beschilderung war teilweise sehr dürftig, dass ich mir so manches Mal nicht sicher war, ob ich noch auf dem richtigen Weg lief. Gerade dachte ich noch, dass meine Regensachen zu trocknen schienen, als es so richtig mit dem Regen losging. Bis ich dann an den Wasserfällen die ganzen Treppen hoch nach Todtnauberg gelaufen war, stand das Wasser in den Schuhen. Auch das Unterstellen mit der Hoffnung, den Schauer abwarten zu können, nützte nichts mehr. Ich hatte Glück und konnte mit der Konus-Gästekarte kostenlos den Bus zurück nach Todtnau nehmen, auf den ich nur 10 min warten musste. Schatz war noch mitten in seiner Biketour und konnte mich nicht abholen. So fuhr ich mit dem Linienbus nach Todtnau und bin von dort die 1,2 km zum Hotel gelaufen. Insgesamt bin ich an diesem Tag etwa 13,5 km gelaufen.

Entdeckungsreise vor der Zeitreise: Monschau und Nideggen, Freitag, 23.08.2019

Da mein Schatz frei hatte, konnten wir zeitig an diesem Freitag über die A4 gen Westen reisen. Das Wetter war für das ganze Wochenende sonnig und heiss gemeldet. Es hieß, man solle mit Rückreiseverkehr auf den Autobahnen rechnen, da die NRW Ferien endeten. Wir hatten den Start für 10 h angesetzt, so konnten wir in Ruhe frühstücken, das Auto bepacken und den Berufsverkehr in und um den Kölner Raum umgehen. Trotzdem hielt uns ein Stau auf der A3 vor Köln auf, wo ein Reisebus auf der mittleren Spur liegengeblieben war. Erschreckend war auch, die ganzen trockenen Bäume zu sehen, die bräunlich aus den Wäldern ragten und einem wieder einmal klar machten, dass der Klimawandel real ist. Und wir mit dem Auto mittendrin….

Ein weiterer Stau nahe Roetgen kostete uns dann kurz vor Monschau viel Zeit. Eine Straße war dort einseitig gesperrt und wurde immer im Wechsel per Ampel frei gegeben. In Monschau kamen wir dann 45 Minuten später als erwartet an. Das Auto muss ausserhalb des kleinen Ortskernes geparkt werden. Es strömten nicht nur Menschenmassen in die Innenstadt, sondern auch zu den Parkautomaten. Für zwei Stunden Parken zahlten wir 5€, ein Tagesticket belief sich auf 7€ (an unserem Automaten konnte man nur Münzen einwerfen, bzw. mit ec-Karte). Ein kurzer Fussweg entlang der Rur und vorbei am Erlebnismuseum Lernort Monschau (dort ist auch ein grosses Parkhaus, falls man nicht an der vielbefahrenen Strasse parken will) ging es in den nur für Anlieger befahrbaren Teil des Ortes. Überall hingen Fahnen mit Werbung für das Festival an der Burg oberhalb Monschaus, wo eine gute Woche lang Künstler aller Sparten auftraten, Heino, Saga, Gregor Meyle…um nur ein paar zu nennen.

Der kleine Ort lud mit vielen Sitzmöglichkeiten in Straßencafés ein. Sauber, wunderbar bepflanzte Blumenkästen an Brücken und Häusern, toll restaurierte alte Fachwerkhäuser, kleine Geschäfte und Unmengen an Touristen. Den Ortskern hat man relativ schnell erlaufen und so wollten wir uns vor unserer Weiterfahrt zum Piraten-Abenteuer noch stärken. Am Hotel Horchem direkt im Zentrum gab es noch einen Platz auf der Terrasse, den wir mit einer Hochzeitsgesellschaft und vielen Touristen (und noch mehr Wespen) teilten. Es war aber schon interessant, den Menschen beim Rundgang zuzuschauen. Die erhöhten Preise muss man als Tagesgast sicherlich in Kauf nehmen, es hat aber auch geschmeckt und ging schnell mit dem Servieren der Speisen. Anschliessend gingen wir noch zu einem kleinen Aussichtspunkt, der Weg dort hin war recht zugewachsen und nicht gut zu laufen, es lohnte sich aber. So kamen wir mit den zwei Stunden Parkzeit problemlos klar. Auf der weiteren Autofahrt fanden wir in Imgenbroich noch ein Café und kamen gegen 15.30 h in Nideggen an. Ein wunderschönes Hotel hatten wir gebucht, teils in einem über 800 Jahren alten Gemäuer mit wunderbar modernen Zimmern. Direkt am Tor zu Altstadt Nideggen, von wo es auch nur 300 m zur mittelalterlichen Burganlage waren. 1177 war dort die Grundsteinlegung und das Gebäude ist immer noch sehenswert. Wir waren sehr positiv überrascht, auch dass hier, im Vergleich zu Monschau, kaum Touristen unterwegs waren. Mit Museum und einem guten Burg-Restaurant ist dieser Ort sicherlich mal mindestens genauso sehenswert. Auch der Weg zur Burg war schön und führte durch Tore und an der Johannes, dem Täufer gewidmeten Kirche vorbei. Von der Burg aus hatte man einen tollen Blick ins Hohe Venn und die Eifel.

Nun wurde es aber Zeit, in Richtung Zülpich zu starten… damit geht es weiter im Blog „Tag 1 beim Piraten-Abenteuer“, allerdings auf Englisch.

Fazit: Monschau ist sicherlich schön, aber es war wirklich sehr viel los dort. Nideggen hat mir persönlich besser gefallen! Auch dort konnte man wunderbar draussen sitzen, wozu wir aber leider dieses Mal keine Zeit hatten!

Monschaus Ortskern bei strahlendem Sonnenschein

Nideggen, wunderschöne alte Gemäuer

Piraten-Abenteuer Zülpich, Friday, 23.08.2019

First day at a festival of freedom

This time I‘ve decided to write in English, because the Piraten-Abenteuer Zülpich was visited by so many interesting participants from all over Europe that English has to be the first choice to report about that awesome festival. All the happenings and sightseeing outside the festival but still belonging to this weekend I will write in a separate Blognews….

Arriving Friday afternoon at 5.30 pm I was surprised to have no trouble finding a parking lot in the middle of Zülpich. Having to walk some metres (and paying just a 50 cents fee) there were no crowds at the entrance, only Marines of the „Royal Navy“ to search us for weapons and ammunition. By showing them my camera (which I was allowed to take in, as requested earlier) they let us pass. My hubby accompanied me this time to see where and with whom I would spend that piratish weekend and of course to listen to the great music (in fact THE reason to join me – he knows that we‘re fine with the festivals I choose)

At 6 pm MacCabe & Kanaka started their Concert at the Festungsbühne, a small area inbetween the high walls of the Weiertor. Almost a shady place to sit down and enjoy and sing their songs. The Centerstage was not that far away, but in an area where you needed to pay an extra entrance fee. I bought an Early Bird Weekend Ticket via Internet which allowed me to go everywhere, but as we had a long day behind us, we decided to just pay the fee without extras for my husband which was far less expensive and was the right decision for this evening. After the end of the first concert we bought something to eat and looked around the market. It wasn‘t as big as I expected, but decorated in a beautiful way that created a very special atmosphere. Unfortunately a lot of wasps were everywhere to disturb you while drinking or eating. Then the first really big surprise was to come for us. The dutch band Pyrolysis got on the small stage and performed many songs of their new album Daylight is fading. One could see that they really had fun playing, even though the audience wasn‘t that crowded. One hour of awesome folk music with a hurdy gurdy playing guest from France for the last songs. That seemed to be an important point at the Piraten-Abenteuer: a lot of bands shared the stage with guest musicians from the other bands involved.

We joined the Magic Show of Robert Blake and decided to leave early. That meant, that we weren’t able to join the jam session that lasted into the night and must have been very special!

At the hotel we sat outside on the patio and looked through the photos of this day and relaxed. The Lady of the house brought some melons to snack and so we had a wonderful day gone by at Nideggen and Zülpich.

Piraten-Abenteuer Zülpich, MacCabe & Kanaka, Pyrolysis, Robert Blake

Altena – eine Stadt erlebt das Mittelalter am Sonntag, 04.08.2019

Burg Altena, Circus UnARTiq, Anna-Jorinde Pursche, Gawan, Fliegwerk

Es war wieder so weit, MPS Köln und Mittelalterfest in Altena an einem Wochenende. Nach dem abrupten Ende für mich im letzten Jahr fuhr ich mit gemischten Gefühlen mit der Bahn nach Altena, wenn auch mein Schatz dieses Mal keine Radtour geplant hatte. Im Vorfeld fiel auf, dass einige neue Gesichter den Markt bereichern sollten. Interessant finde ich ja Trapez- Künstler, wovon ich an diesem Sonntag einiges zu sehen bekommen sollte.

Die entspannte Zugfahrt endete pünktlich um 12.18 h in Altena und ich lief, dieses Mal über einen ausgeschilderten (trotzdem derselbe wie immer) Weg in Richtung Lennepromenade. Gleichzeitig kam auch einer der Shuttlebusse von den Parkplätzen an, so dass die erste Kasse sehr überlaufen war. Mit einigen anderen gingen wir dann zur nächsten, wo nur halb so viele Menschen anstanden und es auch flott voran ging. Für 10€ Eintritt/Erwachsene gab es einen Stempel (wenn man zur Burg will, verlässt man das Gelände an der Lenne) und ein schön gestaltetes Programmheft. Es gab wie jedes Jahr Familienrabatte und Wochenendtarife sowie normale Kinder-Ermäßigungen usw., aber keinen Gewandetenrabatt. Auch die schönen Festival-Bändchen erhielt man nur mit dem Mehrtagesticket. So konnte ich meine Bändchen-Sammlung leider nicht ergänzen.

Der Markt war ein wenig anders aufgeteilt, so dass es endlich eine schöne Bühne für die Gaukler gab, die sich zwischen Turnierplatz und Wasserspielplatz der Stadtwerke Altena befand. Wo sonst die Gauklerbühne stand, hatte sich die Artistengruppe Fliegwerk ausgebreitet, die ihre Tücher, Reifen und das Trapez unter der Fussgängerbrücke aufgehängt hatten. Von ihrer Show mit dem Kampf zwischen Gut und Böse bekam ich noch ein kurzes Stück mit.

Viele Stände befanden sich auf ihren angestammten Plätzen, doch waren die Lücken dazwischen noch größer als im letzten Jahr. Dafür habe ich mich gefreut, dass wieder die grosse Drachenhüpfburg für die Kinder mit dabei war. Es fehlte u.a. das Refugium und auch den Honigmann mit dem leckeren Rapshonig habe ich nicht gefunden. Auch ein Falkner war in diesem Jahr nicht mit von der Partie. Es gab viele Stände mit Kinderspielwaren. Ebenso war das Essensangebot gut und die Preise in Ordnung. So gab es die typischen Marktstände, aber auch heimische Anbieter verkauften Leckereien, wo viele Sitzgelegenheiten zur Verfügung standen. Vor Schloss Holzbrinck boten die Kämpfer von Mors Certa ihre Show an, dahinter eine grosse Taverne und einige Lager. Nach einem ziellosen Hin und Her Laufen kam ich dann zur offiziellen Markteröffnung an der Hauptbühne an, wo Anna-Jorinde, Mors Certa, Kasper, Gawan, Fabula und viel Volk versammelt waren. Es wurde geneckt, geredet, applaudiert und so manches Kunststück vollführt.

Weiter ging es zur Burg, wo ich einen Rundgang machte und noch einen Rest des Comes Vagantes Auftritts mitbekam. Inzwischen brannte die Sonne schon heftig, aber an der Burg war es noch wesentlich angenehmer als unten auf der Promenade. Unangenehm waren mal wieder die vielen Wespen, daher entschied ich mich in diesem Jahr auch gegen den Kauf eines so leckeren Schokostutens aus dem Holzofen oder eine gute Apfelschorle.

Um 14 h begann auf dem Parkplatz vor den Burgmauern die Vorführung des Circus UnARTiq. Die zwei Artisten Lisa und Chris zeigten eine bezaubernde Show mit fantasievollen Ideen und hochklassiger Artistik. Ein Gerüst mit einer kleinen Plattform in geschätzten 6 m Höhe lies die beiden mal in der Höhe, aber auch auf den Pflastersteinen gewagte Balanceakte vollführen. Es fing erst langsam an, fand seinen Höhepunkt dann in der Trapez-Nummer von Lisa. Unglaublich, wie sie die Schrauben sprang und mit welcher Sicherheit sie turnte. Trotzdem stockte mir mehrfach der Atem, auch wenn sie ein Sicherungsseil hatte. Wirklich sehr empfehlenswert! Auch schien es für ihren Partner eine Leichtigkeit zu sein, sie auf Händen zu tragen oder sie durch die Luft zu wirbeln. Etwa eine halbe Stunde dauerte dieses Spektakel, das ein großes Publikum anlockte. Danach ging es wieder runter zur Lennepromenade und ich schaute mir noch Paddy and the Rats an. Musikalisch hochwertig, von der Musik her aber nicht so passend für einen Sonntag Nachmittag im Mittelalter. Da viele ältere Leute unterwegs waren und die meisten Sitzplätze nun mal vor dieser Hauptbühne waren, wurde mit der Musik sicherlich das falsche Publikum angesprochen.

An der Gauklerbühne trat Anna-Jorinde Pursche auf, die kurzfristig für einen anderen Gaukler eingesprungen war. Obwohl sie scheinbar selbst eine Verletzung am Bein hatte, brachte sie doch mit ihrer unglaublichen Körperbeherrschung und Biegsamkeit viele zum Staunen. Um 15 h sollten Kulturgut auf der Bühne stehen, die aber etwas auf sich warten liessen. Man spürte, dass ihnen die vergangenen zwei Markttage schon in den Knochen (und der Stimme) steckten, als sie dann mit ihrem Programm begannen. Die Sonne brannte inzwischen richtig heftig und es blieben nur wenige Leute an der Bühne stehen, weil es dort einfach keinen Schatten gab und ich bin auch nicht lange stehen geblieben. Frech wie sie sind, brachten sie auch bissige Texte vor, die vielleicht auch für einen Sonntag nachmittag nicht so passend waren. Aber zum Mittelalter gehört es dazu, dass Gaukler und Musici kein Blatt vor den Mund nahmen. So sei es….

Nach dem Highlight mit dem Circus Unartiq hatte ich dann auch nicht mehr so viel Lust, noch weitere Programmpunkte abzuklappern. So habe ich die Gaukler Max &Moritz, Skaba, Fabula, Duo Forzarello, das Ritterturnier oder die Kämpfe mit Mors Certa nicht mitbekommen. Es war mir lieber, mit dem nächsten Zug gen Heimat zu fahren. Der war dann allerdings schon sehr voll und bis Werdohl gab es nur Stehplätze. Danach wurde es immer weniger und wir kamen mit 5 Minuten Verspätung in der Heimat an.

Fazit: Für Neulinge bietet Altena – eine Stadt erlebt das Mittelalter sicherlich vieles Attraktives an, auch im Hinblick auf den Eintrittspreis. Besonders für Familien mit Kindern fand ich das Angebot wieder sehr gut. Mir hat es gefallen, neue Artisten zu entdecken, wenn auch das nicht direkt mittelalterlich war. Da mich die Zugfahrt über 30€ gekostet hat plus zusätzlich Eintritt würde ich vielleicht im nächsten Jahr eher einen weiteren Tag in Köln vorziehen, da Altena für einen alten Hasen wie mich dann doch nicht so viel zu bieten hat, wie das riesige MPS. Aber wie gesagt, wer es noch nicht kennt, es lohnt sich. Die Burg und das Museum, ebenso wie das Drahtmuseum sind geöffnet und in jedem Fall einen Besuch wert, Eintritt ist inbegriffen. So kann man schon einen abwechslungsreichen Tag gestalten. Den Erlebnisaufzug habe ich immernoch nicht genutzt, die Warteschlange dort war nicht so lang, als ich dort vorbei kam.

Circus UnARTiq, Fliegwerk, Kulturgut, Kasper, Gawan, Anna-Jorinde

Circus UnARTiq vor den Mauern der Burg Altena, eine fantastische Show!

Translieren an einem Smonday MPS Bückeburg 1, 13. und 14. Juli 2019

Alle Alarmglocken waren in den letzten Wochen am Läuten, weil so viel passierte, was den Besuch dieses MPS Wochenendes fast unmöglich machte.

Der Alltag war schwierig und es gab gesundheitliche Bedenken. Aber irgendwie hat es dann doch gepasst und so kamen wir nach kurzem Hotelstopp in Minden erst gegen 13 h am Parkplatz an und mussten noch fast 15 Minuten laufen zum Gelände, wo wir uns mit Sohnemann vor dem Mausoleum treffen wollten. Er war auch später als gedacht angereist. Wir gingen gemeinsam hinein, um uns das Goldmosaik und die Gedenkstätte in Ruhe anzuschauen. Es ist beeindruckend und auch irgendwie erschreckend, welcher Prunk in diesem Gebäude, das zwischen 1911 und 1915 gebaut wurd, zu finden ist. Pünktlich zum ersten Auftritt der ye banished privateers um 14 h fanden wir uns vor der neuen Piratenbühne ein, die wirklich eine tolle Erweiterung des MPS bietet. Mein Schatz musste sich ausruhen, aber Sohnemann und ich genossen den Auftritt der Schweden. Endlich wieder MPS Stimmung, hat mir ziemlich gefehlt.Die Zuschauer-Menge war noch überschaubar, viele bekannte Gesichter konnte man aber entdecken. Auch passten MacCabe & Kanaka hervorragend auf diese Bühne. Teilweise holten sie sich im Laufe des Wochenendes bei ihren Auftritten Verstärkung von Niki an der Geige oder Mitgliedern der YBP, was viel Spass bereitete.

Gegen 15 h trieb es uns zur Hauptbühne, da dort die Mitglieder von Schandmaul zu einem Meet&Greet eingeladen hatten. Sie nahmen sich auch wirklich Zeit für die Fans, gaben Autogramme und genossen das Bad in der Menge. Es war für den Abend der erste Auftritt von Schandmaul überhaupt auf einem MPS auf dem Programm. Da Tochterherz ein grosser Fan der Musik ist und ihr Geburtstag anstand, bat ich die Bandmitglieder, eine Geburtstagskarte zu unterschreiben, was sie gerne taten. Auch die Privateers haben fast alle unterschrieben. Und diese Überraschung kam super an. Meine Tochter hat die Autogramme der Schandmäuler sofort erkannt! Bei den Privateers musste ich ein wenig erklären, da diese ja auch immer anders besetzt sind.

Schandmaul war für das Samstag Abend Konzert für Versengold eingesprungen, da diese wegen einer TV-Auftritts nicht spielen konnten. Dafür waren sie dann Sonntags da und gaben zwei Konzerte, wodurch wir eigentlich doppelt Glück hatten. Das Abendkonzert von Schandmaul war toll, der Sound sehr gut, auch die Lautstärke genau richtig. Es gab viele altbekannte Songs, aber auch die neuen Sachen von der Artus CD waren mit dabei, die kurz zuvor neu erschienen ist. Zum Ende gab es dann auch noch einen rührigen Heiratsantrag, der auch angenommen wurde. Alles Gute dem jungen Paar!!!! Und scheinbar hat es den Schandmäulern auch gefallen, da es den Anschein hat, dass sie im kommenden Jahr auch wieder mit dabei sein werden!

Unser Highlight des Wochenendes war aber tatsächlich dann Harmony Glen aus den Niederlanden. Sehr gute Musiker mit Spass bei der Sache konnten ihr leider kleines Publikum an der Festivalbühne schnell in den Bann ziehen. Spätestens bei ihrem Rammstein-Cover des Songs Engel sangen alle mit! Sjoerd, der Banjo-Spieler, sprach ein wunderbares Deutsch mit vielen englischen und flämischen Einflüssen. Daher sprach er auch von translieren, wenn es ums Übersetzen ging. Das hörte sich so schön an. Auch Brian MacCabe’s Deutsch klingt manchmal sehr unerhaltsam. Irgendwie hatte er sich mal versprochen und wollte was von sunday erzählen, es wurde aber ein Smonday draus. Daher die Überschrift.

Weiter ging es zum…….. to be continued soon!!!!

MacCabe und Kanaka mit Unterstützung von Ye banished privateers, Schandmaul, Versengold, Harmony Glen, PurPur, Ye banished privateers, Knasterbart